Junge, kompetente Menschen in die Parlamente – Die GRÜNEN JUGEND Berlin erhebt Anspruch auf mindestens einen aussichtsreichen Platz für jedes Parlament! 

2021 wird ein Superwahljahr in Berlin. Gleichzeitig werden Bundestag, Abgeordnetenhaus und 12 Bezirksverordnetenversammlungen gewählt. Als Grüne Jugend Berlin haben wir den Anspruch junge, linke Personen deutlich unter 30 Jahren in die Parlamente zu bringen und wir erwarten von Bündnis 90/ Die Grünen Berlin, dass sie uns dabei unterstützen.

Wir wollen mit dazu beitragen, die Welt zu verändern! Wir wollen nicht länger in einer Gesellschaft leben, in der es nur um Leistung geht, in der man fast das ganze Geld für die Miete ausgibt, in der wir unsere Lebensgrundlage zerstören und auf Kosten der Umwelt, von Menschen im globalen Süden oder zukünftiger Generationen leben. Wir wollen nicht mehr in einer Welt leben, in der unser Geschlecht, unsere sexuelle Orientierung, die Staatsbürgerschaft, die Farbe der Haut oder unser sozio-ökonomischer Status darüber entscheiden, wie wir unser Leben leben. Gerade das letzte Jahr hat noch einmal gezeigt: Veränderung kommt von der Straße, politischer Wille alleine schreibt aber keine guten Gesetze.  Dafür wollen wir in die Parlamente und zwar auf jeder Ebene!

Junge Menschen unter 30 Jahren machen in Berlin einen Anteil von 30,6 % aus. Für Berlin im Bundestag ist keine Person unter 30 Jahren, im Abgeordnetenhaus ist es eine, in den Bezirksverordnetenversammlungen in ganz Berlin sind es ungefähr 60 von 660.

Die Zahlen zeigen, dass unsere Perspektive im Parlament unterrepräsentiert ist. Fatal, wenn man bedenkt, dass Entscheidungen über unsere Zukunft getroffen werden!

Politik für junge Menschen zu machen heißt junge kompetente Menschen zu fördern und ihnen eine Bühne zu geben, um selbst für ihre Kämpfe zu streiten! Wir freuen uns über jede grüne Amts- und Mandatsträger*in, die*der emanzipatorisch für und mit uns Politik macht. Aber wir wollen die Grünen nicht nur kritisch begleiten, sondern auch selbst unsere Visionen in den Parlamenten umsetzen.

Dass aktuell 42% der Erstwähler*innen für die Bündnisgrüne Partei stimmen würden, macht deutlich, welche Verantwortung gerade die Grünen haben, jungen Menschen eine Repräsentation in den Parlament zu geben!

GJ B Goes Bundestag

Die Liste für den Bundestag wird auf einer Landesdelegiertenkonferenz von Bündnis 90/Die Grünen Berlin im November (28.11.) gewählt. Auf einer 
Landesdelegiertenkonferenz können nur Delegierte wählen, die zuvor von den verschiedenen Gremien von Bündnis 90/ Die Grünen Berlin wie der GRÜNEN JUGEND Berlin oder den Kreisverbänden und Landesarbeitsgemeinschaften dafür gewählt wurden. Wir wollen mindestens eine Person für die GRÜNE JUGEND Berlin auf einen 
aussichtsreichen Platz auf die Bundestagsliste bringen und vergeben dafür 
deshalb ein Votum. Dies wird ein F*IT Votum sein, da es uns wichtig ist, gerade junge Frauen*, inter und trans*- Personen zu fördern. Das Votum werden wir auf einer Landesmitgliederversammlung vor der Landesdelegiertenkonferenz von Bündnis 90/ Die Grünen Berlin vergeben, damit die Person möglichst gestärkt und mit voller Unterstützung auf der Landesdelegiertenkonferenz der Bündnisgrünen auftreten kann.

Damit wir uns auf die möglichst effektive Bekanntmachung unserer Kandidat*in vorbereiten können, bitten wir alle Bewerber*innen ihr schriftliche Bewerbungen für das Votum spätestens eine Woche vor der Landesmitgliederversammlung unter info@gj-berlin.de einzureichen. Wenn es Fragen zu dem Votum gibt, meldet euch gerne beim Landesvorstand.

GJ B Goes Abgeordnetenhaus 

Die Liste für das Abgeordnetenhaus wird Ende April auf einer 
Landesmitgliederversammlung/Landesdelegiertenkonferenz gewählt. So lange das Quorum von 10% Anwesenheit der Mitglieder von Bündnis 90/Die Grünen Berlin erreicht ist, dürfen alle Mitglieder mitwählen. Daher wollen wir zahlreich vertreten sein, denn jede Stimme für unsere Kandidat*innen zählt.

Unser Anspruch ist möglichst viele junge kämpferische Kandidat*innen der GJ Berlin ins Berliner Abgeordneten zu bringen.

Daher vergeben wir vier Voten: Zwei F*IT Voten für die Spitzenkandidierenden sowie zwei weitere Voten, die quotiert sein müssen. Diese Plätze werden auf der Landesmitgliederversammlung vor der Landesdelegiertenkonferenz/Landesmitgliederversammlung von Bündnis 90/ Die Grünen vergeben. Als GJ Berlin wollen wir dafür kämpfen, dass unsere Votenträger*innen möglichst aussichtsreiche Plätze bekommen. Dabei sollen die Spitzenkandidat*innen vor den weiteren  Votenträger*innen einsteigen und kein*e Votenträger*innen auf den gleichen Listenplatz kandidieren.

Wir bitten alle Bewerber*innen ihr schriftliche Bewerbungen für das Votum spätestens eine Woche vor der Landesmitgliederversammlung unter info@gj-berlin.de einzureichen. Wenn es Fragen zu dem Votum gibt, meldet euch gerne beim Landesvorstand.

GJ B goes Bezirksverordnetenversammlungen

Auch wenn wir als Landesverband nur begrenzten Einfluss auf die 
Listenaufstellung der Bezirksverordnetenversammlungen haben, möchten wir auch auf kommunaler Ebene mit vielen GJ Berlin Kandidat*innen vertreten sein!

Zwar gibt es viele solidarische und junggebliebene Fraktionär*innen bei den Grünen, trotzdem kann es als einzige junge Person in einer älteren Fraktion schwierig sein, Fuß zu fassen. Deshalb ermutigen wir die Bezirksgruppen – wenn es genug Interessierte gibt – mehreren Personen ein Votum für die Bezirksliste zu geben.

Dafür planen wir mehrere Vernetzungstreffen für mögliche Kandidierende, um insbesondere junge F*IT Personen für die BVV-Arbeit zu empowern! Politik gelingt am Besten, wenn die Vielfalt der Perspektiven in den Prozess mit einfließen und genau dafür brauchen uns die Altgrünen. Daher erwarten wir für unsere Kandidierenden auch Unterstützung aus den einzelnen Bezirksvorständen!

Die Voten für die Bezirkslisten müssen quotiert vergeben werden. Das bedeutet auch, dass nicht nur Voten an cis Männer* vergeben werden können. Der Landesvorstand nimmt in dem Verfahren eine unterstützende Rolle ein und hilft den Bezirksgruppen dabei ihren Anspruch gegenüber den Bezirksvorständen zu kommunizieren!

Wir bereiten einen Workshop vor, der grünen Bezirksvorständen verdeutlichen soll, warum junge Menschen in die Parlamente gehören und eine Perspektive mitbringen, die grüne Politik enorm weiterbringt. Außerdem werden wir in unserem Wahlkampfteam Personen benennen, die sich mit der Bezirksebene beschäftigen und so diese Ebene immer mitgedacht wird. Weiterhin wollen wir regelmäßig Vernetzungstreffen machen um unsere Bezirksgruppen und die Kandidierenden bestmöglichst zu unterstützen. Diese Vernetzungstreffen sollen auch nach der Wahl weitergeführt werden, damit wir gemeinsam uns austauschen und die Stadt bezirksübergreifend verändern können.

Natürlich ist die Arbeit als Fraktionär*in die direkteste Art, um die Politik in der BVV mitzugestalten. Wir wollen aber auch alle, die sich nicht vorstellen können, für die Bezirksliste zu kandidieren oder bei der Listenaufstellung vielleicht nicht gewählt werden, dazu ermutigen, sich weiterhin in die Bezirkspolitik einzubringen und sich dafür Verbündete in den Kreisverbänden und BVV-Fraktionen zu suchen.

Was ist uns bei der Votenvergabe wichtig?

Wir wollen den Prozess für die Votenvergabe möglichst transparent gestalten.

Außerdem wollen wir alle möglichen Kandidierenden bestmöglichst unterstützen. Zum Beispiel werden wir eine Bewerbungsvorlage in der Wolke zugänglich machen. Sollte man darauf nicht zugreifen können, kann man diese natürlich auch beim Landesvorstand erfragen.

Der Landesvorstand veröffentlicht alle bis dahin eingereichten Bewerbungen zeitgleich eine Woche vor der votenvergebenden Versammlung.

Auf der Versammlung selbst haben alle Kandidierenden voraussichtlich 5 Minuten für ihre Bewerbungsrede Zeit und müssen sich im Anschluss den Fragen der Mitglieder stellen.

Wirwollen unsere Votenträger*innen gut vorbereiten. Das umfasst exklusive Rhetorik-, Redeschreib- und Verhandlungstrainings, die vom Landesvorstand zusammen mit den Votenträger*innen organisiert werden.

Unser Ziel ist es, möglichst viele junge und progressive Leute in die Parlamente zu bringen. Dafür ist es unerlässlich, dass wir als Verband solidarisch hinter unseren Spitzenkandidat*innen stehen. Junge Personen haben es sowieso schwer, sich in unserem politischen System durchzusetzen. Deswegen müssen wir umso mehr zusammenstehen. Wir bitten daher alle unsere Mitglieder, sich an die Mehrheitsbeschlüsse der GRÜNEN JUGEND Berlin zu halten, unsere Spitzenkandidat*innen zu unterstützen.

Der Frauen*anteil im Abgeordnetenhaus und im Bundestag liegen aktuell bei nur knapp über 30%. Das ist ein Zustand den wir nicht weiter hinnehmen können und wollen! Auch wenn die Grünen Fraktionen in beiden Parlamenten im Gegensatz zu fast allen anderen Parteien einen vergleichsweise hohen Frauen*anteil haben, wollen wir als GRÜNE JUGEND Berlin natürlich mindestens genau so viele F*IT Personen, wie cis-Männer* aufstellen. Dazu gehört auch, dass wenn wir nur ein Votum vergeben, dies ein F*IT-Votum ist.

Was macht eine GJ B Votenträger*in aus?

Die Grüne Jugend Berlin steht für eine antirassistische, queerfeministische, 
klimagerechte und soziale Gesellschaft. Diese politischen und gesellschaftlichen Ideale und Visionen wollen wir gemeinsam mit unseren Mandatsträger*innen in die Parlamente tragen und politisch umsetzen. Deswegen ist vor, während und nach der Wahl eine gute Zusammenarbeit zwischen den Kandidat*innen, dem Landesvorstand und der Basis notwendig. Unsere Voten sollen keine platten Karrieresprungbretter sein, sondern ihren Teil zu einer linken und progressiven Politik beitragen.

Was sind die Aufgaben einer*eines GJ Votenträger*in?

Von den GJB-Votenträger*innen erwarten wir, dass sie sich aktiv in den Wahlkampf der Grünen Jugend Berlin einbringen.

Sie vertreten im Wahlkampf nicht nur sich selbst, sondern repräsentieren unseren Verband. Daher ist es wichtig, dass es regelmäßige Absprachen mit dem Landesvorstand der Grünen Jugend Berlin und dem Social Media Team der GJB gibt. Dazu gehört auch Informationen mit GJ Menschen, die an der Koordinierung beteiligt sind, rechtzeitig zu teilen. 
Die Votenträger*innen arbeiten mit dem Wahlkampfteam zusammen. Sie werden vielfältige Aufgaben während des Wahlkampfes haben wie zum Beispiel Straßenwahlkampf oder die Teilnahme an Podiumsdiskussionen.

Wie stellen wir uns die Arbeit mit Mandatsträger*innen nach der Wahl vor?

Wir wünschen uns von den Mandatsträger*innen, dass sie den Verband in ihren Themenbereichen inhaltlich begleiten und voran bringen. Dafür ist uns auch wichtig, dass aktuelle Debatten und Informationen aus den Parlamenten in den Verband getragen werden. 
Für eine gute Zusammenarbeit erachten wir es als notwendig, dass sich der Landesvorstand beziehungsweise die Bezirksvorstände und die Mandatsträger*innen regelmäßig austauschen und immer wieder evaluieren, welche Form der Zusammenarbeit sowohl für den Verband sinnvoll als auch für die Mandatsträger*innen leistbar ist. 
Auf den Landesvorstandssitzungen und -klausur sollen für den Austausch regelmäßig Tagesordnungspunkte dafür eingeplant werden.

Die Mandatsträger*innen sind bei ihrer Arbeit in erster Linie ihrem Gewissen verpflichtet. Wir wünschen uns aber von unseren Mandatsträger*innen, dass sie sich weiterhin für GJ-Positionen einsetzen und den Landesverband sowie die Bezirksgruppen dabei unterstützen, unsere Forderungen ins Parlament und die Partei zu tragen.

Als GRÜNE JUGEND Berlin wollen wir aber auch unsere Mandatsträger*innen best möglichst unterstützen. Deshalb ist ein stetiger Austausch und methodische Hilfe oder sonstige Unterstützung essenziell. Wir möchten diesen Aufgaben gemeinsam möglichst gut nachkommen. Im Gegenzug erwarten wir, dass unsere Mandatsträger*innen unsere Arbeit unterstützen. Wir wünschen uns eine gleichberechtigte Zusammenarbeit von den Mandatsträger*innen und GRÜNER JUGEND Berlin bei der Initiierung von Projekten und dem Kampf für Inhalte.

Nur gemeinsam können wir die Welt verändern.