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Aktiventreffen | Bundeskongressvorbereitung

By 27. Mai 2010Juli 1st, 2016No Comments

Es wurden verschiedene Anträge für den Bundeskongress von Bundesvorstandsmitgliedern vorgestellt und diese dann in kleinen Gruppen diskutiert.

Eine Gruppe beschäftigte sich mit dem Antrag „X-01 Weltweit selbstbestimmte Sexarbeit für alle, die wollen – Zwangsprostitution für niemanden“. Der Antrag unterscheidet Sexarbeit und Zwangsprostitution. Diese aber im Einzelfall zu unterscheiden ist nicht einfach, da von viele SexarbeiterInnen MigrantInnen sind und sich deren (Un-)Freiwilligkeit schwer nachweisen lässt. Der Antrag versucht Ausbeutung von SexarbeiterInnen zu verhindern und möchte sie dazu aus der sozialen Stigmatisierung holen. Auch eine Bestrafung von FreierInnen, wie im sogenannten schwedischen Modell, wird abgelehnt.

Ein weiterer inhaltlicher Antrag beschäftigt sich mit der Frage „Wie weiter mit Kopenhagen?“. Was können wir aus den Verhandlungen lernen und wie können wir trotz des Scheiterns effektiv gegen den Klimawandel vorgehen? Die Anregungen im Antrag, z.B. Klimaschutz ins Grundgesetz, wurden rege diskutiert.

Aber neben inhaltlichen Anträgen wird sich der Bundeskongress auch mit der Satzung der GRÜNEN JUGEND beschäftigen. Ein großes Ziel ist es, alle frauenpolitischen Regelungen in einem eigenen Frauenstatut mit Satzungsrang zusammenzufassen. Dieses Statut wurde von Julia Löffler aus der Frauenkommission vorgestellt.
Die meisten Maßnahmen sind bereits in der alten Satzung verankert. Folgende Dinge werden gefordert: Harte Quote, Frauenforum, Redequotierung, frauen- & genderpolitische SprecherIn, Frauenrat, Gleichstellung bei der Einstellungspraxis und der politischen Weiterbildung beachten, …
Jeder Punkt im Frauenstatut ist ausführlich begründet und kann so gut nachvollzogen werde. Wir diskutierten dann noch kurz an, ob Quotierung der Abschaffung der Geschlechter (Ziel der GRÜNEN JUGEND) entgegensteht. Es ist allerdings deutlich, dass das Geschlecht in unserer patriarchalischen Gesellschaft noch eine Rolle spielt und wir es daher auch im Verband nicht ignorieren können.