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Demonstration | 1000 Kreuze in die Spree

By 22. September 2010Juli 6th, 2016No Comments

Sie werden von AbtreibungsgegnerInnen und fundamentalistischen christlichen Gruppen schikaniert, indem sich diese mit Schildern und der Aufschrift „Mama töte mich nicht“ vor Kliniken postieren, in denen Abtreibungen vorgenommen werden.
Madeleine Richter, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Berlin ergänzt:
Es ist nicht hinnehmbar, dass Frauen, die sich für einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden haben, von Menschen die weder sie noch die Voraussetzungen, unter denen diese Entscheidung getroffen wurde, kennen, als Mörderinnen bezeichnet werden.
Auch diese selbsternannten “LebensschützerInnen” müssen das
Selbstbestimmungsrecht der Frauen respektieren, anstatt das Leid der Betroffenen durch Attacken zu vergrößern. Diese Angriffe fördert die derzeitige Gesetzeslage, nach der Abtreibung weiterhin als Straftat gilt, welche unter Umständen straffrei ist. Wir fordern die Streichung des
§218 aus dem StGB.
Armin Feistenauer, Sprecher der Grünen Jugend Berlin, erklärt zu den
Hintergründen:
Dieser Aufmarsch zeigt die Gefahr, welche von fundemantalistischen Strömungen, egal welcher Art ausgeht. Die Rechte und das Wohlergehen des einzelnen Menschen sind diesen Gruppierungen egal, wenn sie nicht in ihr Weltbild passen.
Es ist unsere gemeinsame Aufgabe für eine offene und tolerante Gesellschaft zu kämpfen, die Fundamentalismen ablehnt und die Menschenrechte verteidigt. In diesem Sinne setzt sich die GRÜNE JUGEND Berlin für die Verwirklichung des Rechts auf freie Familienplanung und Selbstbestimmung ein und ruft dazu auf, sich an der Gegendemonstration „1000 Kreuze in die Spree“ zu beteiligen.