Am Sonntag den 15.12. rufen die Geflüchteten vom Oranienplatz zu einer Demonstration auf, um gegen die jüngsten Ereignisse um das Camp, besonders gegen die Drohung des Berliner Innensenators Henkel das Camp räumen zu lassen, zu protestieren. Nach einem Konzert um 14 Uhr am Oranienplatz, soll der Demonstrationszug ab 15 Uhr zum Innensenat ziehen. Dort ist eine Übernachtung geplant. Die Grüne Jugend Berlin unterstützt die Forderungen und den Protest der Geflüchteten und ruft zur Teilnahme an der Demonstration auf.

Hierzu erklärt Robin Völker, Sprecher der Grünen Jugend Berlin: “Wir fordern Innensenator Henkel dazu auf, seine Räumungsdrohungen gegen das Camp zurückzunehmen und in Zukunft zu unterlassen. Henkel will die derzeitige Stimmung und die jüngsten Ereignisse dazu nutzen, das ihm unliebsame Camp loszuwerden. Der Protest der Geflüchteten ist berechtigt und die Form ihres Protestes muss für sie frei wählbar sein. Da die Forderungen der Geflüchteten nicht erfüllt werden, gibt es keinen Grund für sie ihren Protest zu beenden. Die Grüne Jugend Berlin wird den Protest weiterhin unterstützen und fordert die Zuständigen dazu auf, den Dialog mit den Geflüchteten zu suchen und ihre Forderungen zu erfüllen.”

Kati Bachnik, Sprecherin der Grünen Jugend Berlin, ergänzt: “Wir fordern Presse, Politik, aber auch die Öffentlichkeit dazu auf, mit den Geflüchteten und nicht nur über sie zu sprechen. Die Berichterstattung über das Camp muss sich um die berechtigten Forderungen der Geflüchteten drehen und um die strukturellen Probleme, auf die sie aufmerksam machen. Die Geflüchteten fordern ein menschenwürdiges Leben für alle Menschen, egal woher sie kommen. Wir unterstützen ihre Forderungen nach Anerkennung ihrer Asylanträge und einem sofortigen Abschiebungsstopp. Menschen die vor Hunger, Krieg, Verfolgung, Umweltzerstörung oder aus anderen Gründen fliehen, müssen Solidarität und nicht Ablehnung erfahren. Unsere Vision ist eine Welt ohne Grenzen, in der jeder Mensch frei entscheiden kann, wo er leben will. Statt Menschen an den Außengrenzen abzuwehren und sterben zu lassen, muss Europa sich zur Aufnahme und Unterstützung von Geflüchteten verpflichten. Die Grenzschutzagentur Frontex gehört abgeschafft. Wir fordern den deutschen Staat dazu auf, mehr Geflüchtete aufzunehmen. Die Aufnahme von Geflüchteten hat nichts mit Wohltätigkeit zu tun, sondern ist eine Pflicht für Staaten, die die Menschenrechte anerkennen.”