Pressemitteilung der GRÜNEN JUGEND Berlin zum Streikauftakt der Gebäudereinigungskräfte:

Wir gratulieren den Beschäftigten zu den erfolgreichen ersten Tagen des bundesweiten Streiks der GebäudereinigerInnen.

In der Beschäftigung von Reinigungskräften ausgerechnet in öffentlichen Gebäuden herrschen prekäre Arbeitsbedingungen, die den Beschäftigten kein menschenwürdiges Leben und ausreichende Teilhabe an der Gesellschaft garantieren. Dabei sorgen sie Tag für Tag und Nacht für Nacht dafür, dass die Verwaltung, die Lehre und die Politik sich nicht um ein sauberes Arbeitsumfeld Gedanken machen muss. Wenn morgens die Büros blitzen, scheint das über Nacht von selbst geschehen zu sein, die harte Arbeit die dahinter steckt wird offensichtlich vergessen und von den ArbeitgeberInnen nicht gewürdigt.

Die Streikenden prangern diese Umstände mit großer Berechtigung an, und fordern Tarifverträge mit einem höheren Gehalt, Angleichungen zwischen Beschäftigten in Ost und West und eine betrieblich verankerte Altersvorsorge.
Die GRÜNE JUGEND Berlin unterstützt diese Forderungen und solidarisiert sich mit den streikenden Beschäftigten.

Meike Berg, Sprecherin des Landesvorstandes der Grünen Jugend Berlin erklärt:

Die Solidarität mit den Streikenden ist uns auch deshalb ein Anliegen, weil hauptsächlich Frauen in diesem Berufsfeld tätig sind. Unter den Repressalien und miserablen Arbeitsbedingungen, die im Tätigkeitsfeld der Gebäudereinigung stark

verbreitet sind, leiden besonders viele Frauen. Viele alleinerziehende Mütter haben Schwierigkeiten Familie und Beruf in Einklang zu bringen, weil sie von den ArbeitgeberInnen zu unzumutbaren Zeiten zum Arbeiten eingeteilt werden.

Vito Dabisch, Beisitzer der Grünen Jugend Berlin ergänzt:

Die aus dem öffentlichen Dienst ausgelagerte Reinigung führt nur zu einer Verbilligung, da private AnbieterInnen niedrigere Löhne zahlen können. An der prekären Lage der Beschäftigten trägt also auch die Politik Mitschuld. Gerade für einen rot-roten Senat sollte es selbstverständlich sein, bei Ausschreibungen auf angemessene Löhne zu achten. Dieser Zustand ist nicht länger vertretbar. Deshalb unterstützen wir die Forderungen nach besseren Löhnen und fairer Bezahlung.