Anlässlich der Fahrradtour zum Thema Stadtentwicklung erklärt Madeleine Richter, Sprecherin im Landesvorstand der GRÜNEN JUGEND Berlin:

Das taz Interview mit Klaus Wowereit zeigt uns nur allzu deutlich, dass der Bürgermeister beim Thema Gentrifizierung offenbar Lichtjahre von der Realität der BerlinerInnen entfernt ist. Wer behauptet steigende Mieten seien kein Problem und ansässige BewohnerInnen, die aus ihren Kiezen verdrängt werden, hätten nur Angst vor “Veränderung” hat nicht nur verkannt dass diese Veränderung bereits negative Folgen hat sondern ist zugleich auch zynisch. Es herrschen unmögliche Verhältnisse auf dem Wohnungsmarkt. Es kann nicht sein, dass Mieten sich am Mietspiegel für Neuvermietungen orientieren, denn die können unbegrenzt angehoben werden. Auch eine Erhöhung der Mieten um 20% alle drei Jahre belastet viele BewohnerInnen enorm, denn es regnet für niemanden Geld vom Himmel und schon gar nicht für TransferleistungsempfängerInnen oder Familien. Für uns ist Wohnen kein Wettbewerbsobjekt. Es ist auch Bezirken tatsächlich Brennpunkte in Luft auflösen, sie verlagern sich nur in andere Teile der Stadt.

Wir gehen am Samstag mit der Mietenstopp -Demo auf die Straße und hoffen, dass wir dort viele Menschen treffen, die mit uns gegen eine zügellose Investitionspolitik kämpfen und BewohnerInnen vor Profitinteressen schützen möchten. Am Sonntag sind wir noch einmal mit Fahrrädern und Aktionen in Berlin unterwegs und werden am Kollwitzplatz noch einmal auf das Problem aufmerksam machen.

Kontakt:
Madeleine Richter, Sprecherin: 017670573187, madeleine@gj-berlin.de