Für den 18.Mai ist ein großes Neonazikonzert in Finowfurt in Brandenburg geplant. Die GRÜNE JUGEND Brandenburg und die GRÜNE JUGEND Berlin rufen gemeinsam dazu auf, an dem Tag in der Stadt gegen die Neonazis zu demonstrieren und das Konzert mit allen gewaltfreien Mitteln zu verhindern. Seit mittlerweile sechs Jahren dient das Grundstück der Familie Mann in Finowfurt als Veranstaltungsort für Rechtsrockkonzerte sowie für rechte Festveranstaltungen wie das DVU- und NPD- Sommerfest, den NPD-“Preußentag“ und zuletzt für ein Konzert für die Partei “Die Rechte Brandenburg”. Das Gelände ist seit Jahren zu einem der wichtigsten Orte für die rechte Szene in Berlin und Brandenburg geworden. Es bedarf endlich eines deutlichen Signals! Das Konzert mit zwölf angekündigten Bands übertrifft die bisher üblichen Veranstaltungen um Längen und nimmt eine Dimension an, die sonst nur von rechten Großveranstaltungen wie dem „Deutsche Stimme Pressefest“ oder dem „Rock für Deutschland“ – Festival bekannt ist, die beide in engem Zusammenhang mit der NPD stehen.

An diesem Tag wollen wir deshalb auf die Straßen gehen, blockieren und deutlich machen, dass neonazistisches Lied- und Gedankengut keinen Platz in unserer Gesellschaft haben. Aber auch über einzelne Proteste auf der Straße hinaus, müssen sich Politik und Zivilgesellschaft klar gegen Rechts positionieren. Die GRÜNE JUGEND Brandenburg und die GRÜNE JUGEND Berlin fordern deshalb, auch in Zukunft die Beratungs- und Aufklärungsarbeit zur neonazistischen Szene nachhaltig zu fördern, sowie die Extremismusklausel abzuschaffen. Ohne die zivilgesellschaftlichen Akteur*innen, die Recherchen zur Szene erstellen, antifaschistische Aktionen und Projekte unterstützen, Betroffenen neonazistischer Gewalt zur Seite stehen und Personen aus der Szene beim Ausstieg unterstützen, nützt das Engagement gegen Konzerte und Aufmärsche der Nazis wenig. Es braucht eine langfristige und nachhaltige Arbeit in diesem Bereich. Bund und Länder müssen deshalb die Finanzierung der Beratungsstellen ausbauen und sicherstellen sowie den Generalverdacht, durch welchen Beratungsstellen und Gruppen durch die Extremismusklausel gestellt werden, aufheben.