Das Aachener Landgericht hat am 25.06.2013 ein Verfahren gegen zwei Menschen eingestellt, die Essen aus dem Müll eines Supermarktes gefischt haben. Die GRÜNE JUGEND Berlin begrüßt die Einstellung des Verfahrens und fordert, dass “Containern” komplett legalisiert werden muss.

Kati Bachnik, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Berlin erklärt: “Supermärkte werfen permanent noch gute Lebensmittel weg, weil sie als nicht mehr verkaufbar gelten. Dass Menschen weggeworfene Lebensmittel aus dem Müll holen und weiterverwerten, sollte nicht verboten sein. Für uns ist Containern auch ein politisches Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft. Die Einstellung des Verfahrens gegen die Container*innen Raoul M. und Rowena F. ist ein Schritt in die richtige Richtung. Wir fordern, dass Containern legalisiert wird. Es kann nicht sein, dass in Deutschland tausende Tonnen Lebensmittel weggeworfen werden, während gleichzeitig anderen Menschen Geld für Lebensmittel fehlt.”

Robin Völker, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Berlin, ergänzt: “Auch in Berlin containern viele Menschen. Bei einigen steht die Kritik an der Wegwerfgesellschaft im Vordergrund, andere haben nicht genug Geld, um Lebensmittel zu kaufen. Die bürokratische Erleichterung von Essensspenden bereits abgelaufener Lebensmittel an Vereine wie die ‘Tafeln‘ ist ein weiterer Schritt, der dringend notwendig ist. Wir kritisieren dabei auch, dass die Politik nichts gegen die wachsende soziale Spaltung unternimmt. Viele Menschen müssen unter dem Existenzminimum leben, können sich sogar Lebensmittel nicht mehr leisten und sind auf nicht-staatliche Hilfe durch Tafeln und Containern angewiesen.”