Die Grüne Jugend Berlin ruft zum Protest gegen radikale Abtreibungsgegner*innen und ihren “Marsch für das Leben” auf. „Der ‘Marsch für das Leben’ ist ein Marsch gegen die Frauen“, sagt Kati Bachnik, Sprecherin der Grünen Jugend Berlin. Schließlich müssen Frauen selbst entscheiden können, ob sie ein Kind bekommen wollen oder nicht.

Hintergrund: Bei dem “Marsch für das Leben” demonstriert am kommenden Samstag ein Bündnis von christlichen Fundamentalist*innen und anderen rechten Gruppen gegen Abtreibungen. Organisiert wird der Marsch vom Bundesverband Lebensrecht, der bereits in den vergangenen Jahren mit der Verteilung von 1000 weißen Kreuzen auf die angeblich täglich getötete Zahl ungeborener Kinder in Deutschland hinweisen wollte und in diesem Jahr nun erneut zu Protesten aufruft.
Das Motto der Frauenbewegung “Mein Bauch gehört mir” ist in Deutschland längst nicht anerkannt. Schwangerschaftsabbrüche sind noch immer illegal. Sie werden lediglich bis zu einem gewissen Zeitpunkt nicht strafrechtlich verfolgt. Die Abtreibungsgegner*innen fordern eine weitere Einschränkung der Abtreibungsmöglichkeiten.
„Gegen Abtreibung sein heißt,gegen die lang erkämpften Rechte von Frauen auf körperliche Selbstbestimmung zu sein“, sagt Lilli Sund, frauen- und genderpoltische Sprecherin. Außerdem würde ein Abtreibungsverbot ungewollt Schwangere in die Illegalität zwingen, was gesundheitliche Gefahren für alle Beteiligten bedeuten würde.

Die Grüne Jugend Berlin ruft mit vielen anderen Initiativen unter dem Motto “Marsch für das Leben” – What the Fuck! zu einem bunten und kreativen Protest auf, um sich diesem antifeministischen Marsch inden Wegzu stellen.

Kontakt für Nachfragen:
Kati Bachnik, Sprecherin der Grünen Jugend Berlin, Telefon: 0176 – 32530417
Lilli Sund, frauen- und genderpolitische Sprecherin der Grünen Jugend Berlin, Telefon: 0177 – 2585674