Anlässlich der Fahrradtour am Wochenende mit dem Thema Mobilität erklärt Vito Dabisch, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Berlin:

Auf Fahrrädern möchten wir darauf aufmerksam machen, dass Berlin längst nicht alles dafür tut, um klimafreundliches Fahrradfahren sicherer zu machen: es gibt viel zu wenige Radstreifen auf Berlins Straßen, deshalb kommt es zu Unfällen und einem erheblichen Risiko von Autos erfasst oder übersehen zu werden. Wir wollen, dass Fahrradwege und -streifen sichtbarer werden und öffentliche Verkehrsmittel sowie Fahrradfahrende Vorfahrt bekommen.

Häufig wird auch vergessen, dass viele Menschen bei der Nutzung vom öffentlichen Verkehr nicht mit gedacht werden. Das zeigt sich für die GRÜNE JUGEND Berlin ganz deutlich: ältere Menschen, die mit Rollator oder schlecht zu Fuß unterwegs sind scheitern häufig an hohen Bordsteinen, Kopfsteinpflaster und fehlenden Aufzügen an S- und U- Bahnhöfen. Eine inklusive Stadt sieht für uns anders aus. Wir fordern zudem einen kostenlosen öffentlichen Nahverkehr für Berlin. Dass dieses Modell funktioniert und lohnenswert ist, zeigen viele Beispiele, wie auch die belgische Stadt Hasselt. Die Stadt verzeichnet nicht nur einen Anstieg der Fahrgastzahlen, es hat sich auch sonst viel verbessert: durch steigende Parkgebühren in der Innenstadt ist die Stadt nun verkehrsberuhigt und fast autofrei, es gibt mehr Nahverkehrs-Linien und einen besseren Service, Straßen konnten zurück gebaut werden und Notfälle können schneller und sicherer ins Krankenhaus befördert werden, da der Berufsverkehr nicht länger hinderlich ist. Das widerspricht klar der Annahme der hiesigen FDP, die behauptet Schwangere müssten mit der autofreien Stadt künftig auf dem Fahrrad zum Kreissaal gefahren werden.

Dazu ergänzt Madeleine Richter, Sprecherin:
“Ein weiteres wichtiges Thema für uns ist die Verlängerung der A100. Dazu darf es unserer Meinung nicht kommen, nicht nur, dass das Projekt keinen nennenswerten Nutzen bringt und den Bund Millionen kostet, es bringt Lärm, Feinstaub, Unfälle und Staus in Wohngebiete Friedrichhains und Treptows. Naherholungsgebiete wie der Treptower Park und Grünlagen werden durch den Ausbau der Autobahn erheblich belastet. Wir werden uns im Herbst dafür einsetzen, dass ein neuer Senat der A100 eine klare Absage erteilt!”

Kontakt:
Vito Dabisch, Sprecher: vito@gj-berlin.de, 0151 41 622 013
Madeleine Richter, Sprecherin: madeleine@gj-berlin.de, 0176 70 57 31 87