Die GRÜNE JUGEND Berlin bedauert, dass das Bundesverwaltungsgericht den Planfeststellungsbeschluss nicht gekippt hat. Ein Teilerfolg der Klagenden war die Rettung zweier Häuser in der Beermannstraße. Über die verkehrliche Sinnhaftigkeit wurde in dem Verfahren nicht entschieden. Deshalb geht die politische Auseinandersetzung um den Ausbau weiter.

“Die A100 ist und bleibt verkehrspolitischer Unsinn. Der Kampf geht weiter! Wir wollen die A100 politisch stoppen.” sagt Vito Dabisch, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Berlin. “Warum möchte der Senat eine halbe Milliarde für eine Autobahn parallel zur S-Bahn ausgeben? Eine nachhaltige Verkehrspolitik sieht anders aus!”

Der Ausbau der A100 kostet fast 500 Millionen Euro. Die zu hohe verkehrliche Belastung sorgt im Bereich Elsenstraße für Stau, eine zu hohe Feinstaubbelastung und Lärmbelästigung. Die abschirmende Wirkung von Autobahnen ist außerdem hoch umstritten.

“Wir brauchen Vorfahrt fürs Rad statt eine autogerechte Stadt!” sagt Kati Bachnik, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Berlin, “Der ÖPNV muss ausgebaut und vor allem die Vernetzung zwischen den Verkehrsmitteln verbessert werden. Der Ausbau einer Autobahn ist ein rückwärtsgewandtes Signal.” Die GRÜNE JUGEND Berlin steht für ein alternatives Verkehrskonzept, das Verkehrsmittel vernetzt und auf Fuß, Fahrrad und ÖPNV setzt. Das Bundesverkehrsministerium muss sich überlegen, ob der Ausbau der A100 wirklich mit hoher Priorität verfolgt werden sollte oder ob es nicht wichtigere Projekte mit bundespolitischer Relevanz gibt.

Kontakt:
Vito Dabisch, Sprecher: vito@gj-berlin.de, 01577 53 62622
Kati Bachnik, Sprecherin: kati@gj-berlin.de, 0176 32 53 04 17