Barbie auf die Straße setzen! – Rollenbilder überwinden

Am 16.Mai eröffnet in Berlin das “Barbie Dreamhouse”. In der 2500qm großen, rosafarbenen Kitschwelt können Kinder beim Backen, Schminken, Kleider anprobieren und Modeln Barbies Leben kennen lernen.

Kati Bachnik, Sprecherin und Charlotte Obermeier, frauen- und genderpolitische Sprecherin der Grünen Jugend Berlin erklären dazu: „Barbie muss wieder ausziehen! In ihrem Dreamhouse wird vermittelt, dass Mädchen und Frauen sich in erster Linie mit Schönheit und Hausarbeit beschäftigen. Solche Rollenklischees werden schon früh gelernt und wirken sich lange aus: Sie reproduzieren geschlechtliche Arbeitsteilung in weibliche Hausarbeit und männliche Lohnarbeit. Dies steht der finanziellen Gleichstellung von Frauen, sowie ihrer Förderung in männlich dominierten Berufsfeldern entgegen. Die Grüne Jugend Berlin lehnt eine Fantasiewelt, die sexistische Rollenbilder reproduziert, ab. Zudem verkörpert das Spielzeug “Barbie” Mädchen ein vollkommen unerreichbares und unrealistisches Schönheitsideal.

Eine Frau mit Barbies Proportionen wäre krankhaft dünn. Sie könnte weder laufen, noch ihre Periode bekommen. Auch das nahezu gleiche Gesicht, dass alle Barbies teilen, unterstreicht ein Schönheitsideal, das unerreichbar ist und zudem keinen Platz für Vielfalt und Abweichungen von der Norm lässt. Genauso wie schadstoffbelastetes Spielzeug verboten ist, sollte auch Spielzeug verboten werden, dass sexistische Rollenbilder vermittelt und zu Essstörungen führt.”

Wir rufen dazu auf, sich am 16.5. um 15 Uhr an der Weltzeituhr auf dem Alexanderplatz der Demonstration gegen die Eröffnung des Barbie Dreamhouse anzuschließen.