Frauen verdienen nicht nur weniger bei gleicher Qualifikation und
Tätigkeit, sie sind auch mehrheitlich in schlechteren
Beschäftigungsverhältnissen und nur selten in den “Chef”-Etagen
beschäftigt. Frauen-Quoten in der Wirtschaft bleiben noch immer eine
fadenscheinige “Selbstverpflichtung” – mit der bisher nichts erreicht
wurde.

Noch immer sind Frauen mit diskriminierenden Vorurteilen und Erwartungen
behaftet. Menschen, die ihre eigne sexuelle Identität entfalten möchten,
sind Anfeindungen und Verachtung ausgesetzt. Geschlechterrollen kleben an
jedem Menschen, wie Kaugummi an Schuhsohlen. Das gilt auch für junge
Menschen, die mit “Berufsklischees” und Vorstellungen von Charakter und
Lebensweise konfrontiert werden. Häufig wird dies als gesellschaftlich
überwunden dargestellt, aber Konstrukte wie “typisch Mädchen” und “typisch
Junge”, gehören nicht der Vergangenheit an.

Dazu ergänzt Svenja Stöckmann, Frauen- und Genderpolitische Sprecherin im
Landesvorstand der Grünen Jugend Berlin: Auch in Berlin muss noch viel
getan werden. Häusliche Gewalt geht in 80% der Fälle von Männern aus und
ist mit circa 17.000 Fällen pro Jahr ein Verbrechen ein Teil der
Lebensrealität von Frauen und Kindern, die insbesondere von Gewalt
betroffen sind. Was wir dringend brauchen sind intensivere, umfassende
Aufklärungs- und Präventionsprogramme wie Beratungsstellen, denn die hohen
Zahlen der Gewaltdelikte ist untragbar.

Sexisitsche Werbung bei der Frauen als “sexy Werbeschild”, die
Unterwäsche, Elektronika oder Versicherungsverträge verkaufen sollen, sind
überall zu sehen. “Sex sells“ – dieser Claim der Werbeindustrie hat Frauen
zu Objekten degradiert und das gesellschaftliche Bild der attraktiven und
koketten Frau verfestigt. Wir stellen uns gegen sexistische Werbung auf den
Werbetafeln Berlins und fordern den Senat dazu auf sexistische Werbung aus
Berlins Straßen zu verbannen.

Kontakt:
Madeleine Richter, Sprecherin: madeleine@gj-berlin.de,
Svenja Stöckmann, Frauen- und genderpolitische Sprecherin: svenja@gj-berlin.de