Offener Brief an die Leitung des Hauses mit der Forderung nach Entschuldigung

Der Landesvorstand der GRÜNEN JUGEND Berlin erklärt:

“Gestern kam es am Barbie Dreamhouse während eines Interviewes einer Journalistin mit Kati Bachnik, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Berlin und einer Barbie-Befürworterin zu einem nicht hinnehmbaren Eklat. Das Management des Barbie-Dreamhouses erklärte den Anwesenden, dass Kati Bachnik als Kritikerin nicht in das Haus gelassen werde. Die Journalistin und der Barbiefan durften eintreten.
Es ist eine Ungeheuerlichkeit, dass das Barbie Dreamhouse für Kritiker*innen geschlossen ist. Die Botschaft ist klar: Menschen, die sich öffentlich gegen das Haus positionieren, sind nicht willkommen. Die GRÜNE JUGEND Berlin hält das für eine undemokratische und nicht hinzunehmende Art mit Kritik umzugehen. Aus diesem Grund haben wir der Leitung einen offenen Brief geschrieben, um den Sachverhalt nachhaltig thematisieren zu können. Wir verlangen von der Leitung des Hauses eine Entschuldigung für das temporäre Hausverbot unserer Sprecherin. So ein Verhalten ist unangemessen und blamabel. Wir werden uns weiterhin für eine Welt einsetzen, in der Geschlechter keine Rolle mehr spielen und sich Menschen selbstbestimmt entfalten können.”

Bericht von Kati Bachnik zu den Geschehnissen:
http://katinkerbell.wordpress.com/2013/05/16/barbie-dreamhouse/
Protestgruppe gegen das Dreamhouse im Netz:
https://www.facebook.com/occupybarbiedreamhouse

Offener Brief an die Geschäftsführer der Eventfirma EMS Entertainment und Mattel Deutschland

Sehr geehrter Herr Lüdicke, sehr geehrter Herr Tahy,
mit Entsetzen haben wir erfahren, dass unserer Sprecherin Kati Bachnik der Zugang zum Haus ihrer berühmten Plastikpuppe verweigert wurde. Es hat dafür keinen erkennbaren Grund gegeben. Kati Bachnik zeigte keinerlei Aggression und hat keine Konfrontation gesucht. Geplant war ein Interview mit einer Journalistin einer Berliner Zeitung, an dem eine Befürworterin des Hauses ebenfalls teilnehmen sollte. Diese konnte das Haus betreten, der Barbiehouse-Kritikerin allerdings wurde der Zugang ohne Begründung verwehrt.

Wir sind erschüttert, dass Sie Menschen, die sich kritisch zu Barbie und dem Dreamhouse positionieren, den Zugang verwehren und damit deutlich machen, dass deren Meinung nicht akzeptiert ist. Wir sind der Auffassung, dass in einer Demokratie unterschiedlichste Meinungen zu respektieren sind und nicht mit verschlossenen Türen beantwortet werden dürfen. Wir erwarten eine Entschuldigung für das Vorgehen gegen unsere Sprecherin Kati Bachnik und einen toleranteren Umgang mit Kritiker*innen an ihrem Projekt “Dreamhouse” und der Barbiepuppe.

Wir laden Sie auch herzlich ein, uns in unserer Landesgeschäftsstelle zu einer Diskussion zu besuchen. Unsere Tür steht Ihnen offen.

Mit freundlichen Grüßen
der Landesvorstand der GRÜNEN JUGEND Berlin