June Tomiak

Bewerbung als Spitzenkandidatin der GRÜNEN JUGEND Berlin zur Wahl des Berliner Abgeordnetenhauses

Drei Fakten über dich:

Ich bin 5-fache große Schwester, Pfadfinderin & wenn ich auf meinem Fahrrad fahre, hör ich gerne „In meinem Benz“.

Was möchtest du durch deine Arbeit im AGH unbedingt bewegen oder verändern?

Ich möchte weiterhin für eine feministische & intersektionale Sicherheitspolitik kämpfen. Aber auch die tatsächliche Teilhabe von jungen Menschen in unserer Stadt liegt mir weiterhin am Herzen. Ganz konkret zum Beispiel das Wahlalter ab 16, das bisher leider an der 2/3 Mehrheit im Parlament gescheitert ist. Und obwohl viele von uns nicht mitentscheiden dürfen, dieThemen die uns als Generation besonders am Herzen liegen, betreffen alle Berliner*innen:

Die sozialgerechte & ökologische Verkehrswende, der Umbau der Stadt zu einer klimagerechten & extremwetter-resistenten Metropole, bezahlbarer Wohnraum, indem man ein sicheres Zuhause hat statt Faustpfand von Investor*innen ist. Der Kampf für eine antirassistische Gesellschaft und gegen Faschismus, egal ob von Koran-verbrennenden Fascho-Touristen, rechtsextremen Terrorzellen in Neukölln oder AfD bis NPD-Parlamentarier*innen im Abgeordnetenhaus, für Berlin als sicheren Hafen für geflüchtete Menschen & ihre Familien, für bezahlbare & zugängliche Kultur statt kolonialer Herrschaftsträume mit Millionen-Subventionen, für die Entkriminalisierung von Drogenkonsum & stattdessen Hilfen für Betroffene von Suchterkrankungen, dafür, dass öffentliche Gelder möglichst nur für freie Systeme genutzt werden & es endlich Transparenz in Behördenentscheidungen gibt und natürlich für ein anderes Wirtschaften in Berlin, das den Berliner*innen zugute kommt, die gleichberechtigt & demokratisch Arbeit & Lohn verteilen.

Was motiviert dich Politik zu machen?

Jeden Tag zu merken, dass es etwas bringt, sich für eine gerechtere Gesellschaft einzusetzen. Die Perspektiven unserer Generation fehlen, derzeit bin ich die einzige Abgeordnete unter 30 im Berliner Landesparlament. Ich versuche, mit meiner Arbeit Politik greifbarer zu machen & zu entmystifizieren. Denn die Erzählung vom Parlamentarismus als Elite-Veranstaltung (man muss Jurist sein, studiert haben, mindestens 50 & bestenfalls ein Mann, um qualifiziert zu sein) ist eine klassistische Herrschaftstechnik, die ich zwar nicht allein durchbrechen, aber der ich etwas entgegen setzen kann. Einen Großteil meiner Motivation für meine Arbeit ziehe ich aus den Begegnungen mit anderen jungen Menschen, die oft durch meine Berichte über die politische Arbeit das erste mal Zugang zu Handlungsoptionen bekommen & merken, dass sich die Verhältnisse ändern können, in denen wir leben.

Wenn du Bürgermeister*in von Berlin wärst, dann würdest du als erstes…

Das Matriarchat ausrufen. Aber finde es auch okay, wenn Bettina das für uns macht.

Was machst du wenn du nicht gerade die Welt rettest?

Meinen dicken Rentner-Kater kuscheln.