Die GRÜNE JUGEND Berlin betreut in der Nacht von Donnerstag auf Freitag von 4 Uhr bis 8 Uhr das Camp der Initiative “Kotti&Co” am Kottbusser Tor.

“Wir setzen ein Zeichen gegen die jahrelange unsoziale Mietenpolitik und zeigen uns solidarisch mit der Initiative ‘Kotti&Co’.”sagt Vito Dabisch, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Berlin. “Es kann nicht sein, dass Menschen mehr als die Hälfte ihres Einkommens fürs Wohnen ausgeben müssen oder in Randbezirke gedrängt werden.”

Berlin zieht immer mehr Menschen aus der ganzen Welt an, gleichzeitig werden vor allem einkommensschwache Berliner*innen mehr und mehr in Randbezirke gedrängt. Grund dafür sind die immer höher werdenden Mieten, die von den Vermieter*innen verlangt werden. Fehlende Mietobergrenzen sorgen bei Neuvermietungen für teils enorme Mietsteigerungen.
Auch das Land Berlin trägt mit seiner verfehlten Mietenpolitik nicht zu einer Entschärfung der derzeitigen Situation bei. Im Gegenteil, durch das jahrelange Leugnen der Wohnungsknappheit und der nur halbherzigen Nutzung geeigneter Steuerungsmittel verschlimmerte der Senat die Zustände weiter.

Kati Bachnik, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Berlin, ergänzt: “Gerade die Vielfalt der hier am Kottbusser Tor wohnenden Menschen macht diesen Kiez zu etwas Besonderem. Nicht Geld, sondern soziale und kulturelle Diversität machen einen Kiez lebenswert. Wenn Menschen aufgrund fehlender finanzieller Mittel gezwungen werden, ihren Kiez zu verlassen, so wird das auch auf die allgemeine Struktur des Bezirks und auf ganz Berlin Auswirkungen haben.”