Auf der Landesdeligiertenkonferenz am 24.11.18 haben Bündnis ’90/Die Grünen Berlin mit deutlicher Mehrheit den Antrag „Pflege Neu Denken. Pflege in Berlin stärken.“ angenommen. Der Antrag wurde von Fatos Topac, sozial- und pflegepolitische Sprecherin der grünen Fraktion im Abgeordnetenhaus, und der GRÜNEN JUGEND Berlin mit Unterstützung der AG Junge Pflege im Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) Nordost e.V. eingereicht.

Neben Maßnahmen zur Bekämpfung des Fachkräftemangels und zur Stärkung der ambulanten Pflege beinhaltet der Antrag die zentrale Forderung nach einer Pflegekammer für Berlin. 

Jana Brix, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Berlin, erklärt hierzu:

„Ohne die Registrierung der Pflegenden durch die Pflegekammer wissen wir nicht, wie viele Fachkräfte in Berlin unter welchen Bedingungen arbeiten – ambulant und stationär. Nur auf Basis dieser Daten kann die professionelle pflegerische Versorgung der Berliner*innen in Zukunft gewährleistet und die Situation der Pflegenden systematisch verbessert werden.“

Die Sprecherin der AG Junge Pflege Nina Klein ergänzt:

„Wir Pflegenden wissen am besten, was wir benötigen, um einen guten Job zu machen. Doch anstatt uns in politische Entscheidungsprozesse einzubinden, wird über unsere Köpfe hinweg entschieden. Deshalb brauchen wir auch in Berlin die Selbstverwaltung der Pflege, um die Interessen aller Pflegenden im politischen Diskurs direkt zu vertreten und unseren Beruf attraktiv weiterzuentwickeln.“

Damit die Pflegekammer kommen kann, müssen sich nun auch die restlichen Regierungsparteien dieser Forderung anschließen. Besonders von Gesundheitssenatorin Dilek Kolat (SPD) erwarten wir ein deutliches Signal für die Einrichtung der Pflegekammer.