Zum diesjährigen 1. Mai erklären Kati Bachnik und Robin Völker, Sprecher*innen der GRÜNEN JUGEND Berlin:

“Der 1. Mai ist historisch der Tag der Arbeit und darf keinen Platz für Neonazis bieten. Seit Jahren versuchen diese den Tag für ihre nationalistischen Überzeugungen umzudeuten. Mit ihren Überlegungen zu “ethnozentrierten Volksgemeinschaften” drücken sie ihre Abscheu gegenüber all den Menschen aus, die nicht in ihr Weltbild passen – ob Homosexuelle, Migrant*innen, Antifaschist*innen, Demokrat*innen und viele Andere, sie alle gehören in das Feindbild der Neonazis. Deshalb stellen wir uns quer. Rechtes Gedankengut darf im öffentlichen Leben und auf der Straße kein Platz gelassen werden. Kein Fußbreit den Faschist*innen!
Arbeit muss in unseren Augen vielmehr global gedacht und umgesetzt werden. Staatgrenzen sind willkürlich und schaffen Unterschied, Ungleichheit und Konkurrenz, wo eigentlich Verständnis und Solidarität stehen sollten.Deshalb rufen wir dazu auf, am 01. Mai nach Schöneweide zu fahren und den Aufmarsch der Neonazis zu blockieren. Menschenverachtende Ideologie darf keinen Platz in der Gesellschaft haben und muss mit allen gewaltfreien Mitteln bekämpft werden. ”

Ab 10 Uhr soll die Demonstration der Neonazis durch Schöneweide starten. Der Ortsteil tut sich seit einigen Jahren als Hotspot der rechten Szene hervor. Neonazistische Kneipen reihen sich an Geschäfte und Wohnungen von Neonazis und das Gebiet dient als Infrastruktur für deren Projekte und Aktionen. Am 30.04. wird es ab 17 Uhr eine Demonstration gegen die rechte Szene vor Ort geben, zu der die GRÜNE JUGEND Berlin ebenfalls aufruft.