2025BildungWahlkampf

The kids aren´t alright – Gerechte Bildung für Groß und Klein ins Berliner AGH Wahlprogramm 2026

By 11. Juni 2025November 6th, 2025No Comments

Bildung sollte kein Privileg, sondern ein Grundrecht sein – unabhängig von
sozialer Herkunft, finanziellen Mitteln oder Wohnort. Doch in Berlin sind
Chancen ungleich verteilt: Frühkindliche Bildung hängt von Kitaplätzen und
Personalschlüsseln ab, Schulen sind unterfinanziert und selektiv,
Ausbildungsplätze bleiben für viele unerreichbar, und Hochschulen werden
zunehmend von Leistungsdruck und sozialer Auslese geprägt. Junge Menschen
brauchen ein Bildungssystem, das nicht aussortiert, sondern unterstützt – mit
kostenfreier und guter Bildung von Anfang an, demokratischen Schulen ohne
Notendruck, einer garantierten Ausbildungsperspektive und einer Hochschule, die
allen offensteht. Wir fordern eine radikale Umgestaltung, die Chancengleichheit
zur Realität macht.

Frühkindliche Bildung

Die frühkindliche Bildung muss als eigenständiger Bildungsbereich gestärkt
werden und darf nicht primär einer schulvorbereitenden Funktion untergeordnet
werden. Kitas sind Bildungsorte, keine reinen Betreuungsstätten. Um gleiche
Bildungschancen für alle Kinder zu gewährleisten, fordern wir:

  1. Die schrittweise Abschaffung privater Kitas und die vollständige
    Finanzierung frühkindlicher Bildung durch die öffentliche Hand,
  1. Die Abschaffung von Elternzuzahlungen, um den Zugang zu frühkindlicher
    Bildung unabhängig von finanziellen Ressourcen zu gewährleisten. Zur
    vermögens- und einkommensgerechten Beteiligung am Bildungssystem müssen
    übergreifende Lösungen im steuerlichen Bereich gefunden werden,
  1. Die Abschaffung der nur 95%-igen Förderung vom Senat und dadurch
    entstehende Leistungsminimierung durch die Träger, um die ungedeckten
    Kosten zu minimieren,
  1. Die Veränderung des Systems hin zu einer Objektfinanzierung, um die
    Infrastruktur und Qualität langfristig zu sichern
  1. Ein verpflichtendes Kita-Jahr

Damit stellen wir sicher, dass frühkindliche Bildung allen Kindern gleichermaßen
zugutekommt und nicht von wirtschaftlichen Interessen beeinflusst wird.

Schule

Wir wollen demokratische und gerechte Schulen für alle! Deshalb fordern wir:

  • Konzept zur Information von Eltern nicht-deutscher Muttersprache zur
    Einschulung
  • grundlegende Demokratisierung von Berliner Schulen
    • SVen und Rechte der Schüler*innen stärken
      Dazu gehört beispielsweise die Teilnahme an allen wichtigen Gremien
      als stimmberechtigte Mitglieder, statt wie bisher lediglich in
      beratender Funktion. Wir halten es zudem für sinnvoll, Mitglieder
      der SV an Auswahlverfahren neuer Lehrkräfte beratend mitwirken zu
      lassen und auch die Teilnahme an Studientagen für Lehrkräfte zu
      erleichtern. Um die Durchschlagskraft von SV-Projekten zu stärken,
      fordern wir schließlich ein festes Budget für diese. Ein solches
      würde der Unabhängigkeit der SV zugute kommen und die Schüler*innen
      würden den verantwortungsbewussten Umgang mit finanziellen
      Ressourcen früh erlernen.
    • Lehrkräfte verpflichtend im Bereich Demokratiebildung ausbilden
    • Parität in der Schulkonferenz
    • eine Überarbeitung des §84a Klassenrat im Berliner Schulgesetz. Der
      Klassenrat soll dort dezidiert als demokratiepädagogisches
      Instrument gefasst werden, welches über die reine Konfliktklärung
      hinaus der Mitbestimmung der Schüler*innen an Schulentwicklung und
      Unterrichtsgestaltung dient. Schüler*innen sollen ab dem ersten
      Schuljahr das Recht auf mindestens einen wöchentlichen Klassenrat
      gewährt bekommen. Sie sollen per Schulkonferenz beschließen können,
      dass der Klassenrat zwei Mal pro Woche stattfinden kann. Die Schulen
      sollen die Aufgabe erhalten, die Schüler*innen über den Zweck des
      Klassenrats und ihre Schüler*innenrechte intensiv aufzuklären.
      Darüber hinaus sollen Lehrkräfte zu der Durchführung von Klassenrat
      in der Lehramtsausbildung und durch Fortbildungen befähigt werden.
      Dies ist ein notwendiger Bestandteil des Berufs.
    • Schulaufsicht: kontroll- und beratende Funktion muss getrennt werden
    • Demokratische Schulentwicklung fördern. Dazu zählt für uns, dass
      Schüler*innen verstärkt in die Entwicklung von Lehrplänen und
      Schulregeln integriert werden, die Zusammenarbeit von Schulen mit
      Organisationen, wie den Zentralen für politische Bildung gestärkt
      wird und Schüler*innen frühzeitig Einblicke in demokratische
      Prozesse erhalten. Nur durch konkrete Maßnahmen kann sichergestellt
      werden, dass eine demokratische Schulentwicklung stattfindet und
      damit das Verständnis von Demokratie in der Schülerschaft geschärft
      wird.
  • Ziffernoten abschaffen und stattdessen Feedbackgespräche einführen
    • an Grundschulen sofort, weiterführenden Schulen langfristig
    • für Abschlüsse sind Noten aktuell notwendig, aber müssen mit
      Berichten ergänzt werden
  • Hausaufgaben abschaffen -> Schul-Lernzeit einführen für vertiefende
    Übungen
  • Berufseinstieg und Verbeamtung:
    • Menschen, die Psychotherapie in Anspruch nehmen, schützen. Wir
      wollen Diskriminierung gegen psychisch erkrankte Menschen verhindern
    • Nichtverbeamtung wegen BMI beenden
    • Verhindern, dass angehende Lehrkräfte wegen ihres demokratischen,
      politischen Engagements auf dem Boden des Grundgesetzes in ihrer
      Ausbildung behindert werden
    • Kopftuchverbot für Lehrkräfte abschaffen
  • obligatorische Freistellung & verbindliche Wahrnehmung von Fortbildungen
  • Probeunterricht abschaffen, wir wollen eine freie Schulwahl &
    unverbindliche Schulempfehlungen wie zB in Niedersachsen
  • inklusive Gemeinschaftsschule als präferiertes Schulmodell fördern
  • Inhalte der Informatik müssen in den Lehrplan integriert werden
  • die Abschaffung der Aufgliederung des Schulsystems und die Einführung
    einer “Schule für alle”, an der alle Schulabschlüsse erworben werden –
    Gymnasien abschaffen!
  • die konsequente Umsetzung des verfassungsrechtlichen Sonderungsverbots,
    damit die Zusammensetzung der Schüler*innen an Privatschulen der Vielfalt
    Berlins entspricht
  • eine Stärkung des projektorientierten Unterrichts. Langfristiges Ziel soll
    die Überwindung der Einteilung in Schulfächern sein. Wir wollen, dass
    Schule in Zukunft projektorientiert stattfindet
  • multiprofessionelle Teams & Inklusion stärken
    • Um Chancengleichheit und Inklusion zu fördern muss die Deckelung der
      Lehrkräftestunden an Brennpunktschulen rückgängig gemacht werden.
      Bis zur Etablierung inklusiver Regelschulen in ganz Berlin, muss in
      jedem Bezirk die Förderung von Schülis aller Förderschwerkpunkte
      durch die Bereitstellung von Fachpersonalstellen, angemessenem
      Material und Räumlichkeiten in Schwerpunktschulen ermöglicht werden.
  • Lehrkräftebildung
    • die Erhöhung der Mittel für die Lehrkräftebildung zusätzlich zum
      grundsätzlichen Mittelaufwuchs von 3,5%
    • faire Bezahlung des Praxissemesters
    • Aufwuchs der Studienplätze nach Schulform und Fachrichtung
    • Mentale Gesundheit, Beziehungsarbeit, Teamarbeit, Konfliktfähigkeit,
      Antidiskriminierung, Demokratiebildung und kritische
      Auseinandersetzung mit Machtstrukturen an Schulen
    • Aus- und Weiterbildung in den pädagogisch-didaktischen Möglichkeiten
      digitalen Lehren und Lernens in einer digitalen Lernumgebung
    • Fort- und Weiterbildung für sprachsensiblen Fachunterricht
    • Ausbildung muss LK auf Differenzierung im Unterricht an
      Gemeinschaftsschule vorbereiten
    • Modellprojekt für duale Lehramtsstudiengänge in Berlin einführen
  • Lehrplan:
    • Wir fordern eine stärkere Betonung von Bildung für nachhaltige
      Entwicklung (BNE) im Lehrplan, die über den fächerübergreifenden
      Ansatz hinaus geht. Schüler*innen müssen unter anderem besser über
      die Klimakrise, ihre Folgen, Gegenmaßnahmen und damit
      zusammengehörende Gerechtigkeitsfragen aufgeklärt werden. BNE muss
      künftig ein fester Bestandteil des Lehramtsstudiums in der
      Bundeshauptstadt sein. Wir dürfen es nicht weiter zulassen, dass
      zentrale Herausforderungen unserer Zeit, unserer Generation und
      Nachfolgenerationen wie Armut, Bildungsungleichheit,
      Geschlechterungerechtigkeit oder die Klimakrise nicht im Unterricht
      behandelt werden. Mithilfe von BNE werden junge Menschen befähigt,
      sich trotz Widersprüchen, Unsicherheiten und Zielkonflikten an
      Aushandlungs- und Gestaltungsprozessen für eine nachhaltige
      Entwicklung – die Lösung der Herausforderungen unserer Zeit –
      einzusetzen.
    • Gesundheitsförderung und Mentale Gesundheit in den Lehrplan
    • Sexualkundeunterricht reformieren
    • Stopp mit westlicher Sicht in Geschichtsunterricht
    • bessere Aufarbeitung der kolonialen Vergangenheit Deutschlands im
      Geschichtsunterricht
    • stärkerer Gegewartsbezug in der Aufarbeitung des
      Nationalsozialismus, insb. der Shoa, und dessen Kontinuitäten
  • Gleitzeitsystem in Schulen einführen
  • die vollständige Lernmittelfreiheit für alle Schüler*innen unabhängig vom
    Sozialleistungsbezug
    • dazu gehört auch die Zurverfügungstellung von digitalen Endgeräten
      für alle Schüler*innen

Berufsorientierung

Die GRÜNE JUGEND Berlin fordert eine Verbesserung der
Berufsorientierungsangebote an allgemeinbildenden Schulen. Bildungseinrichtungen
sollen nicht bloß Wissen vermitteln, sondern Schüler*innen auf die zunehmend
komplexe Welt vorbereiten.

Berufsorientierung muss ab der 7. Klasse als fester Bestandteil des Lehrplans
verankert werden. Dabei müssen Schüler*innen auch praxisnah auf
Bewerbungsprozesse vorbereitet werden. Es braucht mehr Raum für Praktika,
Betriebserkundungen und praxisnahe Projekte im Unterricht und die Einführung
regelmäßiger individueller Berufsorientierungsgespräche für alle Schüler*innen.
Dazu unterstützen wir die Einführung eines Perspektivenjahres.

Außerdem fordern wir verpflichtende Module zu Arbeitnehmer*innenrechten und die
Zusammenarbeit mit Gewerkschaften, um Schüler*innen über ihre Rechte im
Berufsleben zu informieren.

Wir fordern eine gleichwertige Berufsorientierung für Ausbildungs- und
akademische Berufe 
durch die Einführung von Projekttagen und Praktika mit Fokus
auf handwerkliche, technische und soziale Berufe und die Förderung von
Ausbildungsbotschafter*innen an Schulen.

Die Berufsorientierungsangebote an Schulen müssen frei von
Geschlechterstereotypen sein. Wir fordern eine geschlechtersensible Beratung
durch Expert*innen und gezielte Förderprogramme, 
um geschlechtsstereotypische
Berufswahlen zu vermeiden.

Berlin braucht eine zukunftsorientierte, nachhaltige und gerechte Berufsbildung
– jetzt!

Hochschule

In einer modernen Hochschullandschaft muss die digitale Transformation dafür
sorgen, dass Bildung für alle zugänglich und flexibel wird. Wir müssen alle
Berliner Hochschulen in ihren digitalen Angeboten massiv ausbauen: von
interaktiven Online-Lernplattformen über virtuelle Labore bis hin zu digitalen
Bibliotheken. Besonders in gestalterischen Studiengängen ist der
Materialverbrauch extrem hoch, was viele Studierende vor enorme finanzielle
Herausforderungen stellt. Deshalb ist der Aufbau eines gezielten Förderprogramms
für Materialkosten und digitale Werkzeuge dringend notwendig! Außerdem müssen
bedürftigen Studierenden digitale Endgeräte kostenlos zur Verfügung gestellt
werden.

Wir wollen die Abschlussnote als zentrales Auswahlkriterium für die
Studienplatzvergabe abschaffen. Stattdessen sollen Verfahren eingeführt werden,
welche die Motivation der Bewerbenden in den Vordergrund stellen.
Solche Verfahren müssen so gestaltet sein, dass Bewerber*innen aus weniger
privilegierten Familien nicht benachteiligt oder soziale Ungleichheiten
verstärkt werden. Um dies sicherzustellen, benötigt es eine externe Evaluierung,
sodass die Chancengleichheit kontinuierlich verbessert wird. Um
Chancengleichheit nachhaltig zu erhöhen, muss bereits in der Schule angesetzt
werden, indem durch Empowerment-Strukturen Schüler*innen aus sozial
benachteiligten Gruppen ein faire Chance in solchen Verfahren ermöglicht wird.
Es muss verhindert werden, dass Bewerbungsverfahren teure Materialien oder
unbezahlte Arbeit voraussetzen.
Wir fordern die Abschaffung des endgültigen Nichtbestehens, es darf keine
Begrenzung der Prüfungsversuche geben.

In den letzten Jahren gab es im Rahmen des Israel-Pälastina Konflikts zahlreiche
Debatten über antisemitische Bedrohnung, antipalästinensischen Rassismus und
Wissenschaftsfreiheit an den Berliner Hochschulen. Die Lehre daraus muss sein:
Studierende jeglicher Diskriminierung müssen konsequent geschützt werden. Oft
agiert die Polizei eskalierend statt deeskalierend. *Deshalb muss die Polizei
grundsätzlich anders vorgehen. An Hochschulen braucht es andere Konzepte zur
Sicherstellung von Sicherheit, die ohne Polizei auskommen. Wir fordern eine
Abschaffung des Ordnungsrechts an Berliner Hochschulen, den Schutz der
Wissenschaftsfreiheit und kontroverser wissenschaftlicher Debatte sowie den
konsequenten Schutz von Studierenden, die von Antisemitismus und/oder Rassismus
betroffen sind.

Darüber hinaus muss die Demokratie an Hochschulen gestärkt werden:
Studierendenvertretungen müssen echte Einflussmöglichkeiten erhalten durch eine
viertel-paritätische Besetzung aller Gremien der akademischen Selbstverwaltung.
Die GRÜNE JUGEND Berlin fordert außerdem die explizite Festschreibung des
allgemeinpolitischen Mandats der Studierendenschaften im Berliner
Hochschulgesetz.

Wir wollen prekäre Arbeitsverhältnisse an Universitäten beenden und
solidarisieren uns mit den Forderungen von TVStud.

Die Lage auf dem Wohnungsmarkt ist für Studierende dramatisch. Berlin muss den
Neubau von Wohnheimen deshalb massiv beschleunigen. Zudem muss es sich dafür
einsetzen, dass sich das BAföG nach den tatsächlichen Kosten der Wohnung
richtet, jedenfalls aber abhängig nach Wohnort festgesetzt wird. Berlin soll
sich zudem für eine grundlegende Reform des BAföG einsetzen. Hier braucht es
einen automatischen Inflationsausgleich wie bei anderen Sozialleistungen. Zudem
braucht es einen vollständigen Zuschuss, eine komplette Elternunabhängigkeit und
die Ausweitung der Förderzeit. Außerdem soll eine Familienversicherung bis zum
30. Lebensjahr möglich sein. Von der Zahlung des Rundfunkbeitrags sollen
Freiwilligendienstleistende befreit sein. Für Studierende, die nicht BAföG
beziehen, und Auszubildende muss der Rundfunkbeitrag ermäßigt werden.

Ausbildung

Wir setzen uns außerdem für eine Aufwertung der dualen Ausbildung in Berlin ein.
Dafür fordern wir die Schaffung eines Auszubildendenwerks, analog zum
Studierendenwerk. Das Azubiwerk soll eigene Wohnheime und Mensen für Azubis
betreiben, um den kaum bezahlbaren Lebenshaltungskosten für Azubis
entgegenzuwirken. Es soll außerdem soziale Beratung für Auszubildende anbieten
und einen Fokus auf die Förderung von Demokratie im Betrieb legen, indem
besonders die Gründung von Jugend- und Auszubildendenvertretungen (JAVen)
unterstützt wird und JAVen in ihrer Arbeit beraten werden.

Um genügend hochwertige Ausbildungsplätze zu schaffen, fordern wir die
Einführung einer umlagefinanzierten Ausbildungsplatzgarantie. Die Umlage soll
ausbildende Betriebe finanziell unterstützen, um Anreize zur Schaffung von
Ausbildungsplätzen zu bieten und Investitionen in Ausbildungsqualität zu
erleichtern. Die Umlage wird am besten in den allgemeinverbindlichen
Tarifverträgen pro Branche festgehalten. Wo keine tarifliche Lösung gilt, muss
jedoch eine gesetzliche Regelung greifen. Bei der Ausbildungsplatzgarantie muss
die betriebliche Ausbildung immer Vorrang vor schulischen Modellen haben.

Damit die Entscheidung für einen Ausbildungsberuf nicht vom Einkommen der Eltern
abhängt, muss die Mindestausbildungsvergütung auf mindestens 992 € netto
steigen. Zusätzlich fordern wir einen staatlichen Lernmittelzuschuss für alle
Azubis.

Berufsschulen
Der Unterricht an Berufsschulen muss grundlegend reformiert werden.
Auszubildende sollen nicht ausschließlich auf Abschlussprüfungen vorbereitet
werden, sondern auf das reale Berufsleben. Dafür ist es notwendig, dass in
Zusammenarbeit mit Auszubildenden, Gewerkschaften, Berufsschullehrkräften,
Ausbilder*innen, Wissenschaftler*innen und den Kammern moderne, zeitgemäße
Rahmenlehrpläne entwickelt werden. Diese müssen auch den gezielten Einsatz
aktueller sowie zukunftsweisender Technologien in den jeweiligen Berufsfeldern
integrieren – beispielsweise den Umgang mit KI in der Informatik – und somit die
Ausbildung an die sich wandelnden Anforderungen der Arbeitswelt anpassen.

Gleichzeitig soll der Schwerpunkt vom reinen Auswendiglernen weg verlagert
werden. Stattdessen wird der kompetenzorientierte Umgang mit Hilfsmitteln wie
zum Beispiel Formelsammlungen und Taschenrechnern in den Mittelpunkt gestellt,
um das Verständnis und die praktische Anwendung von Wissen zu fördern.