Mit der Klimakrise stehen wir vor der größten gesellschaftlichen Herausforderung aller Zeiten. Unsere Wirtschafts- und Lebensweise muss sich fundamental ändern, damit wir CO2 Emmissionen auf ein Netto O¹ reduzieren und unsere Lebensgrundlage erhalten können.

Für uns als GRÜNE JUGEND Berlin ist daher klar: nur mit der Unterstützung, Tatkräftigkeit und Kreativität aller Berliner*innen können wir Berlin so umbauen, dass es zu einer klimagerechten Welt beiträgt.

Bildung über die Klimakrise für Alle!

Klimagerechtigkeit in der Schule:

Alle Berliner*innen müssen über das Ausmaß der Klimakrise aufgeklärt werden. Außerdem müssen die Beteiligungsmöglichkeiten für einen Betrag zur Klimaneutralität aufgezeigt werden.

Bereits in der Schule muss Klimagerechtigkeit eine präsente Rolle spielen.

Mindestens 20% des Lehrplanes sollen Nachhaltigkeits- und Klimaschutzthemen behandeln. Da die Klimakrise soziale Ungerechtigkeiten verschärft und daher intersektional gedacht werden muss, soll es fächerübergreifende Projektwochen an Schulen geben. Damit das Lehrpersonal darauf vorbereitet ist, müssen umfassende

Fortbildungen zu den Themen Klimakrise, Klimaanpassung, Klimagerechtigkeit und Nachhaltigkeit angeboten werden. Es soll auch ein spezielles Angebot für

Schulleiter*innen und Leitungen von Kindertagesstäten geben. Außerdem soll eine Plattform eingerichtet werden, auf der Lehrer*innen erstellte Schulmaterialen zu dem Thema teilen können.

Jede Schule sollen Klima-AGs einrichten, in denen Schüler*innenan zwei Stunden in der Woche eigenständig arbeiten können und Projekte 
entwickeln können.

Exkusionen zu Globalstreiks sollen genutzt werden, um Schüler*innen demokratische Beteiligung näher zu bringen. Die Kriminalisierung durch schlechte Benotung, Nichtversetzen oder Schulversäumnisanzeigen muss beendet werden.

Klimagerechtigkeit in der Ausbildung und im Studium:

Nachhaltigkeit und Klimaanpassung muss auch ein Bestandteil jeder Ausbildung sein. Die Nachhaltigkeit von Projekten darf nicht länger Aufgabe von beispielsweise einzeln Handwerksunternehmen sein.

Auch die Ökologische Weiterbildungen müssen kostenlos werden.

Alle Student*innen sollen ein Klimastudium (30 LP überfachlich, 30 LP im eigenen Fach) absolvieren nach dem Vorbild des Studium Generale. Das bedeutet, dass sich alle Student*innen im ersten Studienjahr ausgiebig mit der Klimakrise und Klimagerechtigkeit beschäftigen. Die Einführung dieses Studiumzweiges muss bis spätestens 2023 erfolgt sein.

Außerdem müssen sich alle Hochschulen eine Nachhaltigkeitsstrategie geben, die dazu führt, dass sie 2030 klimaneutral sind. Bei der Erarbeitung müssen alle Statusgruppen mit eingebunden werden. Außerdem muss es eine entsprechende Finanzierung hierfür geben.

Es ist wichtig, dass junge Menschen und zukünftige Wähler*innen umfassend über die Klimakrise informiert sind. Doch gerade Erwachsene, die momentan über unsere Zukunft entscheiden, müssen bereits jetzt darüber informiert sein. Daher ist es umso wichtiger, dass nicht nur Menschen an diese Informationen gelangen, die jeden Tag Zeitung lesen und diese verstehen.

Jede Angestellte sollte die Möglichkeit haben 7 Klima-Bildungstage im Jahr zu machen.

Diese Bildungsurlaubstage werden von staatlich geprüften Initiativen und

Organisationen durchgeführt. Außerdem muss es jährliche Informationskampagne über die Klimakrise und wie man sich an der Klimawende beteiligen kann in verschiedenen Sprachen geben (mindestens türkisch, deutsch, englisch, arabisch und polnisch).

Klimabürger*innenrat für das Projekt Klimaneutral bis spätesens 2035

Gerade wurde von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die bis Anfang nächsten Jahres prüfen wird, was getan werden muss, damit Berlin bis 2035 klimaneutral wird. Diese Machbarkeitsstudie ist ein Anfang. Wie Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen umgesetzt werden können, muss gesellschaftlich ausgehandelt werden, verschiedene gesellschaftliche Perspektiven müssen in diesen Prozess mit einfließen.

Für diese Aufgabe soll ein Klimabürger*innenrat noch bis Ende der
Legislaturperiode einberufen werden. Er soll vom Senat einberufen werden, sodass die dort formulierten Empfehlungen auch umsetzt werden. Die Ergebnissedes Klimabürger*innenrats sollen spätestens zur Abgeordnetenhauswahl 2021 vorliegen, damit die Empfehlungen in die Koalitionsverhandlungen einfließen können.

Das Ziel, 2035 Klimaneutralität zu erreichen, ist dabei nicht verhandelbar, aber der Weg dorthin. Fühlen sich die Berliner*innen mitgenommen und können sogar daran mitwirken, wie die Ziele zu erreichen sind, dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass einschneidende Maßnahmen von einer breiten Mehrheit mitgetragen werden. Dabei wird vor allem über Zielkonflikte wie die Verteilung von Flächen und der soziale Ausgleich von Klimaschutzmaßnahmen zu beraten sein.

Die Teilnehmenden werden per gestaffelter Zufallsauswahl nach Kriterien wie z.B. Wohnort, Geschlecht, Bildungabschluss und Migrationshintergrund bestimmt bestimmt, so dass der Bürger*innenrat einen Querschnitt der Berliner Bevölkerung abbildet. Dieses Gremium wird von Wissenschaftler*innen und nicht kommerziellen Interessenvertretungen
 beraten.

Damit das Gremium möglichst divers ist, sollen Gründe warum Menschen, die ausgelost wurden nicht mitmachen wollen, minimiert werden. So muss
 Kinderbetreuung und barrierefreiheit gewährleistet werden. Menschen, die darauf angewiesen sind, sollen Aufwandsentschädigungen erhalten.

Platz und Geld für zivilgesellschaftliches Engegement!

Wir befürworten Maßnahmen wie die 30 Stunden Woche oder ein bedingungsloses Grundeinkommen, welche dazu führen, dass sich es alle Menschen leisten können, sich für Klimagerechtigkeit zu engagieren.

Gleichzeitig wollen wir Kiezstrukturen aufbauen, die Initiativen strukturell 
undfinanziell bei ihrer Arbeit unterstützen. Wie nach dem Beispiel “Fix my 
Berlin” soll Arbeit gebündelt werden und Hilfestellungen für das Engagement bereitgestellt werden.

Hierfür könnten Quartiersmanagementkonzepte auf alle Quartiere ausgeweitet werden.

Außerdem fordern wir ein Klimahaus für jeden Bezirk. Hier sollen 
zivilgesellschaftliche Gruppen Räume nutzen können, in denen sie sich treffen und Plenas abhalten können. In Klimahäusern sollen Beratungsstellen zu Klimaschutzfragen angesiedelt sein.

Dort soll auch Raum sein, um Best Practice Beispiele auszutauschen und über Probleme und Hindernisse zu reden.

1) Es werden nichr mehr CO2 Emmissionen ausgestoßen, wie nicht kompensiert werden können.