Wir möchten darauf hinweisen, dass die Entscheidung für ein Hacksteak größere Konsequenzen hat, als mensch vielleicht annimmt. Es geht darum die Menschen dafür zu sensibilisieren, dass Fleischkonsum Opfer fordert und es auch anders geht: Vegetarisch und Vegan.

In Berlin kann dafür noch viel mehr getan werden. Ernährungsbildung ist dabei ein wichtiges Stichwort. Es muss darüber aufgeklärt werden, dass vegetarisch-vegane Lebensweise ganz und gar nicht heißt sich einseitig und mangelhaft zu ernähren. Im Gegenteil: oft leben VegetarierInnen und VeganerInnen durch bewusste Ernährung sogar gesünder. Wir fordern den Senat auch dazu auf in den öffentlichen Kantinen mehr vegane/vegetarische Speisen anzubieten und mindestens einen Veggi-Tag in der Woche einzuführen – dieses Modell hat sich in vielen anderen Städten bereits bewährt.

Dazu erklärt Vito Dabisch, Sprecher:
Auch jedeR Einzelne ist als kritischeR KonsumentIn gefragt. In den Regalen stehen häufig Produkte aus tierquälender und klimaschädlicher Herstellung. FleischkonsumentInnen sollten sich fragen, was es bedeutet, wenn ein Rindersteak um die halbe Welt transportiert wird. Für die Fleischproduktion werden Regenwälder abgeholzt, Mutterböden ausgelaugt und damit noch intakte Ökosysteme zerstört. Aber nicht nur Fleisch aus Übersee ist durch Produktionsweise und Transport klimaschädlich, auch für die Herstellung von einem Kilo Fleisch vom Bio-Bauern nebenan wurden über sieben Kilo Getreide gebraucht. JedeR Deutsche isst im Schnitt 1,2 Kilo Fleisch in der Woche – ein Konsumverhalten, dass allein unter Klima-und Ressourcengesichtspunkten weltweit gar nicht denkbar wäre.

Kontakt:
Madeleine Richter, Sprecherin: madeleine@gj-berlin.de
Vito Dabisch, Sprecher: vito.dabisch@gj-berlin.de