Anlässlich der Demonstrationen “Wir sind Gamer” am 25. Juli in Berlin, Karlsruhe und Köln, erklärt Armin Feistenauer, Sprecher der Grünen Jugend Berlin:

“Die Grüne Jugend Berlin unterstützt das Anliegen der GamerInnen, die Debatte um Computerspiele zu versachlichen und die Diskriminierung von SpielerInnen zu beenden. Dazu zählt zu allererst auf den Begriff des “Killerspiels” zu verzichten. Diese Bezeichnung ist reine Polemik und verhindert eine konstruktive Debatte. Die Grüne Jugend Berlin ruft alle mit dem Thema befassten PolitikerInnen, besonders die InnenministerInnen, dazu auf Computerspiele nicht für Symbolpolitik und Wahlkampftaktiken zu verwenden.

Wir fordern eine klare Unterscheidung zwischen Jugendschutz, der notwendig und wünschenswert ist, und dem generellen Verbot von Spielen. Wenn Jugendliche mit für sie gesetzlich nicht geeigneten Spielen konfrontiert werden stellt das nicht die Herstellung solcher Spiele in Frage sondern erfordert besseren Jugendschutz und mehr Eigenverantwortung der Eltern bei der Erziehung. Genau wie Filme, Bücher und Musik sind Computerspiele Kulturgut und jede Form der Zensur muss gut begründet werden. SpielerInnen fragen zu recht, warum Computerspiele dämonisiert, gleichzeitig “realistische” und “gewalthaltige” Filme aber selbstverständlich als Kulturgut angesehen werden.

Gamen ist ein Hobby unter vielen, das Menschen in allen Gesellschaftsschichten und Altersklassen fasziniert. Es an der Zeit, dass SpielerInnen jedes Alters in der Öffentlichkeit präsent werden. Deshalb wollen wir, gemeinsam mit vielen SpielerInnen aus Berlin und dem Umland, am Samstag gegen die Sündenbockmentalität der InnenministerInnen und für einen konstruktiven Umgang mit dem Hobby Computerspielen demonstrieren. Auch wir sind GamerInnen.

Unser junggrüner innenpolitischer Sprecher im Abgeordnetenhaus, Benedikt Lux, wird an der Demonstration teilnehmen und einen Redebeitrag halten.

Kontakt:
Armin Feistenauer (Sprecher GRÜNE JUGEND Berlin): armin@gj-berlin.de