Die Forderung der Grünen, einen vegetarischen Tag in öffentlichen Kantinen pro Woche zu unterstützen, bestimmt zurzeit den öffentlichen Diskurs in Deutschland. Nun veranstaltet der Landesverband Berlin von Bündnis 90/Die Grünen am kommenden Sonntag ein vegetarisches Picknick ab 15 Uhr im Park am Gleisdreieck. Die GRÜNE JUGEND Berlin begrüßt diese Möglichkeit, die erhitzten Gemüter bei fleisch- und fischloser Kost und kalten Getränken zu kühlen. Alle Menschen, egal wie sie sich ernähren, sind dazu eingeladen, sich von einer kulinarisch ansprechenden und reichhaltigen vegan-vegetarischen Küche zu überzeugen.

Zur Diskussion über den Veggie-Day erklärt Robin Völker, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Berlin:
„Die Debatte um den Veggie Day ist überzogen und viel zu emotional. Alles schimpft und wettert, twittert und bloggt. Vor allem die Empörungsmaschinerie des liberal-konservativen Lagers ist lächerlich. Andere Einschränkungen, wie die Anschnallpflicht, rufen keinen solchen Widerstand hervor, aber wenn es um die Wurst geht, reagieren viele Menschen vollkommen irrational. Die Grünen wollen nicht den Fleischkonsum verbieten, sie wollen den Fleischverzicht fördern und auf Alternativen aufmerksam machen. Entgegen vorherrschender Meinungen, bedeutet eine vegetarische oder vegane Ernährung keineswegs Verzicht und sich vegan oder vegetarisch ernährende Menschen knabbern nicht nur rohe Möhrchen. Die Bandbreite an Produkten ist riesig, sie schmecken mindestens genauso gut und der Vorteil ist, dass ihr Konsum kein Leiden verursacht.“

Kati Bachnik, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Berlin, ergänzt:
„Die GRÜNE JUGEND Berlin unterstützt die Forderung nach einem wöchentlichen Veggie Day und der Abschaffung der Massentierhaltung, und wir gehen noch weiter. Auf unseren Veranstaltungen bieten wir grundsätzlich nur vegane Verpflegung an. Wir tun dies nicht, weil wir Menschen bevormunden wollen, sondern weil wir der Überzeugung sind, dass der Verzicht auf den bzw. die Einschränkung des Konsums tierischer Produkte wesentliche Schritte auf dem Weg in eine gerechtere und freiere Welt sind. Der überzogene Konsum tierischer Produkte fördert keine Freiheit, er schränkt diese ein. Regenwaldabholzung, Erderwärmung, Verschwendung von Wasser und Nahrungsmitteln, die in anderen Teilen der Welt fehlen, unwürdige Arbeitsplätze in der Tierhaltung, Gesundheitsschädigung und natürlich das Leiden der Lebewesen, die für einen kurzen “Gaumenschmaus” ihr Leben hergeben müssen, all dies lässt sich nicht wegdiskutieren. Ein Veggie Day ist ein erster und notwendiger Schritt und die Ablehnung desselben stützt sich auf egoistische Motive und ist schlichtweg peinlich.“