Wir demonstrieren heute mit einem gemeinsamen Wagen mit Bündnis 90/Die Grünen Berlin dafür, dass das schizophrene Verhältnis zwischen berlinweiter Alkoholwerbung und der Verfolgung von DrogenkonsumentInnen beendet wird. Drogen haben ihren Platz im Alltag, das ist eine Tatsache. Niemandem ist damit geholfen, wenn der Konsum spezieller Drogen geächtet, der Stoff vergiftet, die Schwarzmarktgewinne enorm und die Aufklärung tendenziös ist.

Die Kriminalisierung von DrogenkonsumentInnen und deren Strafverfolgung schafft mehr Probleme, als sie „löst“: Verunreinigte Drogen die auf dem Schwarzmarkt erworben werden kosten jedes Jahr Menschenleben und die Behörden schauen dabei zu. Vereinigungen, die Drugchecking betreiben, werden gegängelt und ihre Arbeit behindert. Es ist paradox: VertreterInnen konservativer Drogenpolitik geben vor Menschen vor den Folgen des „gefährlichen Drogenkonsums“ schützen und verhindern gleichzeitig die medizinische Begleitung der KonsumentInnen – mit verheerenden Folgen. Für uns ist das inakzeptabel! Wenn 124 Menschen an den Folgen von Drogenkonsum sterben und die Landesdrogenbeauftragte Christine Köhler-Azara von einem „Luxus“ des Drugcheckings spricht, ist das nur noch mit Zynismus zu erklären.

Dazu ergänzt Vito Dabisch, Sprecher:
Wir wollen diese irrationale und realitätsfremde Politik endlich beenden und deshalb alle Drogen schrittweise legalisieren und in Drogenfachgeschäften kontrolliert abgeben. In unserem Jugendwahlprogramm stellen wir vor, wie eine liberale Drogenpolitik funktioniert. Eine Drogenpolitik, die die Menschen nicht mit ihrer Sucht alleine lässt und kriminalisiert, sondern sie über die Risiken von Drogenkonsum aufklärt, ihnen aber trotzdem die Freiheit lässt die Drogen zu konsumieren, die sie möchten.
Für diese und viele andere Inhalte werden wir in den nächsten Wochen mit unseren Fahrradhochtouren und anderen vielfältigen Aktionen werben. Unser Jugendwahlprogramm, die inhaltliche Basis unseres Wahlkampfs, ist unter http://www.gj-berlin.de/wahlkampf zu finden.

Kontakt
Madeleine Richter, Sprecherin: 017670573187, madeleine@gj-berlin.de
Vito Dabisch, Sprecher: 0151 41 622 013, vito@gj-berlin.de