Am 21. März ist internationaler Equal Pay Day, an dem auf die immer noch bestehende Einkommenslücke zwischen Frauen und Männern hingewiesen wird.

Dazu erklärt Kati Bachnik, Sprecherin der Grünen Jugend Berlin:
“Selbst 2014 bekommen Frauen im Schnitt immer noch 23 Prozent weniger Lohn als Männer. Der Equal Pay Day am 21. März symbolisiert den Tag, bis zu dem Frauen über das vergangene Jahr hinaus weiterarbeiten müssten, um den gleichen Lohn zu bekommen wie Männer. Wir müssen gemeinsam gegen Lohndiskriminierung kämpfen! Es gibt Unterschiede in allen Berufen und für alle Qualifikationen – der Kampf gegen diese Form der Diskriminierung muss zusammen und nicht gegeneinander geschehen! Wir müssen für mehr Frauen in Spitzenpositionen kämpfen und für gleichen Lohn auch in Führungspositionen, wo Frauen bislang stärker in Gehaltsverhandlungen runtergehandelt werden als Männer. Doch genauso müssen wir uns gegen Lohndumping und für bessere Arbeitsbedingungen im Niedriglohnsektor einsetzen, denn durch den höheren Anteil von Frauen im Niedriglohnsektor wird die Einkommenslücke verstärkt. Im EU-Vergleich ist Deutschland trauriger Spitzenreiter, was Lohndiskriminierung angeht.”

Charlotte Obermeier, frauen*- und genderpolitische Sprecherin ergänzt:
“Lohndiskriminierung muss endlich der Vergangenheit angehören! Die Politik muss Chancen- und Entgeltgleichheit für Frauen am Arbeitsmarkt schaffen. Wir fordern verbesserte Betreuungsangebote für Kinder und einen Rechtsanspruch für Teilzeitbeschäftige auf Rückkehr zur Vollzeit. Auch beim Arbeitslosengeld II muss endlich die Regelung der Bedarfsgemeinschaften abgeschafft werden, damit Frauen nicht nur als Anhängsel von ihren arbeitssuchenden Männern betrachtet werden, sondern als eigenständige Personen behandelt werden. Ein anderer Schritt, der endlich gegangen werden muss, ist eine verbindliche Frauenquote einzuführen.”