Am 25. November ist der „Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen”. Dazu erklärt Ruth Bayerl, frauen – und genderpolitische Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Berlin:

“Gewalt gegen Frauen muss wirksam bekämpft werden. Laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von 2013 erfahren weltweit ein Drittel aller Frauen Gewalt durch den eigenen Partner. Hier findet eine massive Menschenrechtsverletzung statt. Auch und vorallem weibliche Geflüchtete erfahren häufig sexualisierte Übergriffe. Die vorurteilsbehafteten Integrationsdebatten sowie einschränkende Asylverfahren führen zu einer Verschlimmerung der Situation. Seit der Verlängerung der Ehebestandszeit von 2 auf 3 Jahre im “Ausländerrecht” sind gewaltbetroffene weibliche Geflüchtete ihren Tätern schutzlos ausgeliefert, da eine Scheidung nicht möglich ist.”

Charlotte Obermeier, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Berlin ergänzt:

“Die Hilfsmöglichkeiten für von Gewalt betroffene Frauen müssen dringend verbessert werden. Es gibt zu wenig Frauenhäuser, gerade in großen Städten wie Berlin. Auch Angebote für besonders Schutzbedürftige wie Frauen mit Behinderungen oder Geflüchtete müssen ausgebaut werden. Weil Frauen die Finanzierung oft selbst tragen müssen, bleiben einige aus Geldmangel bei einem gewalttätigen Partner.”